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Uniformierte Schlägerin löste den arabischen Aufstand aus. Warum nicht bei uns?

T.R.E.Lentze ⌂, Donnerstag, 15. Dezember 2011, 19:25 (vor 521 Tagen)

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Ich muß mich entschuldigen, daß ich jetzt gewissermaßen einen kalten Kaffee aufwärme. Das Ereignis, das den "arabischen Frühling" auslöste, nämlich die Selbstverbrennung des Tunesiers Mohammed Bouazizi, hat mich damals - im Januar 2011 - nur am Rande interessiert. Folglich hatte ich verschlafen, was der letzte Anstoß war: Die Ohrfeige einer Polizistin, die sie dem Mann verpaßte.

Das Foto dieser Schlägerin (siehe rechts) findet sich in diesem Bericht. Dort findet sich auch der Link auf das zugehörige Video in arabischer Sprache.

Dieses Detail habe ich soeben erst anläßlich der Lektüre eines JF-Interview mit Peter Scholl-Latour erfahren.

Und ich muß sagen: Es ergreift mich stark, daß die Demütigung durch eine Frau, die ein Mann erleiden mußte, einen halben Kontinent in Unruhe versetzt hat.

Warum lassen sich deutsche Männer durch Frauen schlagen und durch Richterinnen demütigen, ohne daß es bei uns ebenfalls zum Volksaufstand kommt?

Glückliches Arabien! Ex oriente lux! Dort herrscht doch noch ein gesundes Empfinden. Natürlich sind die Menschen dort sicher nicht glücklicher als hier. Sie haben andere Probleme als wir. Aber sie haben nicht dieses Probelem, das wir haben, daß nämlich Männer dermaßen verweibert sind, daß sie sich durch Frauen klaglos demütigen lassen, ja bisweilen noch freiwillig dafür bezahlen.

In Deutschland werden erst dann wieder gesunde Verhältnisse herrschen, wenn Männer beginnen, die Gynokratie infragezustellen, und wenn weibliche Anmaßung zum Aufstand führt.

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Es ist übrigens typisch für das deutsche Gynokratenblatt, den "Spiegel", daß dort ein Artikel erschien, dem es nur um Eines ging: Irgendwie den Beweis zu erbringen, daß Bouazizi gar kein Held gewesen sei und sich nur zufällig verbrannt habe.

Mohammed hat sich mit Benzin übergossen, so viel ist klar - aber seine Schwester Leila wartet mit einer überraschenden Erklärung auf, warum er dies tat: "Er konnte die Schande nicht ertragen, von einer Frau geohrfeigt worden zu sein", sagt sie. Umbringen wollen habe sich ihr Bruder jedoch keinesfalls. Mohammed sei zur Tankstelle gegangen, habe den Sprit über sich ausgeschüttet - und sei dann zeternd und fluchend herumgesprungen. Dabei habe er offenbar aus Versehen mit seinem Feuerzeug einen Funken geschlagen, der ihn in Brand steckte.

Dabei tut die Journalistin (Ulrike Putz) so, als hätte der Mann abnorm reagiert. Wenn Frauen zugestanden wird, daß sie eine Vergewaltigung als Schande empfinden, warum soll dann ein Mann, der durch eine Frau geschlagen wird, dies nicht als eine mindestens genauso schwere Demütigung empfinden?

Wenn Irgendetwas am Arabischen Aufstand in mir Hoffnung auslöst, dann ist es einzig und allein der Umstand, daß hier ein Mann sein Mannsein - sein Menschsein - nicht verleugnet hat, und daß dies eine riesige Volksmenge mobilisieren konnte.

trel

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Wie die Thiere seit undenklichen Zeiten immer dasselbe thun, so würde auch das menschliche Geschlecht, wenn es nur Weiber gäbe, in seinem Urzustände geblieben sein. Aller Fortschritt geht vom Manne aus. (Paul Julius Möbius)

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Nachtrag: "Die einzige Fabrik im Ort beschäftigt nur Frauen."

T.R.E.Lentze ⌂, Donnerstag, 15. Dezember 2011, 20:23 (vor 521 Tagen) @ T.R.E.Lentze

Fast hätte ich es vergessen. Aber es gibt ja im erwähnten Spiegel-Artikel noch diesen ganz versteckten Hinweis, der freilich keinen der deutschen Leser aufzuregen scheint:

Sidi Bouzids Stadtbild wird von herumlungernden jungen Arbeitslosen geprägt. Die einzige Fabrik im Ort beschäftigt nur Frauen.

Das ist natürlich ein krasser Sexismus, denn gerade in islamisch geprägten Ländern wird - seitens beider Geschlechter! - erwartet, daß der Mann die "Kohle" heranschafft. Mir kann auch niemand erzählen, daß Männer in diesen Ländern nicht bereit wären, als Schneider zu arbeiten.

Der Grund, warum die Fabrik nur Frauen beschäftigt, wird uns freundlicherweise verraten:

Für umgerechnet 40 Euro im Monat nähen sie Kleidung für europäische Firmen.

Es sind also ausländische Firmen, die in Tunesien ihre politischen Vorstellungen verbreiten. Und das tun sie vermutlich nicht ohne deutsche Subventionierung. Auch dieser Import-Sexismus dürfte am Arabischen Aufstand ursächlich mitbeteiligt sein.

Übrigens verstehe ich nicht, warum die politische Klasse bei uns diese Revolution so bejubelt. Sie richtet sich doch klar gegen unislamische Vorstellungen, welche den Muslimen aufgezwungen wurden, und von denen sie sich jetzt befreien. Oder glaubt man, daß die jetzt chaotischen Verhältnisse letztlich eine verstärkte "Westbindung" auslösen werden?

trel

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Wie die Thiere seit undenklichen Zeiten immer dasselbe thun, so würde auch das menschliche Geschlecht, wenn es nur Weiber gäbe, in seinem Urzustände geblieben sein. Aller Fortschritt geht vom Manne aus. (Paul Julius Möbius)

Uniformierte Schlägerin löste den arabischen Aufstand aus. Warum nicht bei uns?

walterwolf, Freitag, 16. Dezember 2011, 15:50 (vor 520 Tagen) @ T.R.E.Lentze

was ich jedoch nicht verstehen kann, ist, dass er die ohrfeige akzeptiert hat, ohne zurück zu schlagen. ich habe derartiges nie akzeptiert und würde das nie akzeptieren (ich habe einige situationen erlebt, in denen frauen mich "öffentlich" demütigen wollten, dies aber später mit sicherheit bereuten; denn sie hatten nicht mit meiner reaktion gerechnet).


wenn es ihn so tief getroffen hatte, hätte er die darauffolgende "strafe" gleichgültig entgegengenommen.

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Uniformierte Schlägerin löste den arabischen Aufstand aus. Warum nicht bei uns?

T.R.E.Lentze ⌂, Freitag, 16. Dezember 2011, 16:03 (vor 520 Tagen) @ walterwolf

was ich jedoch nicht verstehen kann, ist, dass er die ohrfeige akzeptiert hat, ohne zurück zu schlagen.

wenn es ihn so tief getroffen hatte, hätte er die darauffolgende "strafe" gleichgültig entgegengenommen.

Dann wäre Bouazizi im Knast verschwunden - wie ein ganz gewöhnlicher Krimineller. Und niemand hätte von ihm Kenntnis genommen.

So, wie es dann aber gekommen ist, so war es das Beste. Dabei spielt es keine große Rolle, ob er die Möglichkeit der öffentlichen und publikumswirksamen Selbstverbrennung schon vorher gedanklich erwogen hat; oder ob ihn die Verzweifling erst einige Minuten nach der Demütigung ergriff; oder ob - wie es ihm die Spiegel-Autorin bzw. die von ihr Befragte unterstellt - er sich nur versehentlich verbrannt hat.

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ich habe derartiges nie akzeptiert und würde das nie akzeptieren (ich habe einige situationen erlebt, in denen frauen mich "öffentlich" demütigen wollten, dies aber später mit sicherheit bereuten; denn sie hatten nicht mit meiner reaktion gerechnet).

Was war denn deine Reaktion? Und was war ihr vorausgegangen?

Gruß
trel

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Wie die Thiere seit undenklichen Zeiten immer dasselbe thun, so würde auch das menschliche Geschlecht, wenn es nur Weiber gäbe, in seinem Urzustände geblieben sein. Aller Fortschritt geht vom Manne aus. (Paul Julius Möbius)

Uniformierte Schlägerin löste den arabischen Aufstand aus. Warum nicht bei uns?

walterwolf, Freitag, 16. Dezember 2011, 18:18 (vor 520 Tagen) @ T.R.E.Lentze

So, wie es dann aber gekommen ist, so war es das Beste

ob es das beste für ihn gewesen war, können wir heute nicht mehr feststellen. ich kann nur für mich reden und sagen, dass ich immer so schnell als möglich reagiere. denn demütigungen, die nicht sofort gekontert werden, richten auf die dauer viel schaden an. etwas anderes wäre es tatsächlich, wenn er diese "ohrfeige" politisch instrumentalisiert hätte. aber das scheint mir bei dem, was ich gelesen habe, ausgeschlossen.

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von diesen situationen gab es zahlreiche; mehr in der vergangenheit als heute. auf jeden einzelnen fall einzugehen, wäre zu zeitaufwendig. zudem ist das ein kapitel in einem buch, das den heutigen (feminisierten) zeitgeist beschreibt, kritisiert und verachtet.

ich erninnere mich an eine situation:

ich wohnte damals in bonn. ich war mit einem freund unterwegs. wir hatten unser auto "am hof" abgestellt, direkt an der kirche. als wir wieder auf die strasse fuhren, hatte ich noch rechtzeitig bemerkt, dass jemand vor dem auto vorbei ging; also bremste ich, aber ruckartig. sie war allerhöchsten ende 20ig und hatte sich wegen meines ruckartigen bremsens erschrocken. ich tat, was ich in einer solchen situation immer tu und entschuldigte mich. ich betone: nichts war passiert, denn zwischen der front des autos und ihr waren gut 3 meter!
sie aber schien meine entschuldigung als schwäche auszulegen und begann plötzlich heftig rumzukeifen und mich in aller öffentlichkeit zu beleidigen. langsam wurde ich wütend, aber hielt mich noch zurück. sie hörte garnicht mehr auf. als ich dann aber zurückbrüllte, zeigte sie mir den mittelfinger und dachte, dass ich das schlucken würde. ich stieg aus, lief ihr nach. anstatt dass sie die situation begriff, drehte sie sich um und beleidigte mich erneut. ich ging auf sie zu und stiess sie zu boden. damit hatte sie anscheinend nicht gerechnet, da sie mich verdutzt ansah. für mich war die sache ausgeglichen.

nicht für sie. sie stand auf und lief nun mir hinterher. als wir an meinem auto angekommen waren, plapperte sie auf mich ein. plötzlich viel der satz: "ich mach dein auto kaputt". ich drehte mich zu ihr und sagte ihr recht kalt, wenn sie mein auto kaputt macht, mache ich sie kaputt. das hatte sie begriffen. ich stieg ein, wir fuhren weiter...

ich könnte zig situationen aufzählen, in denen frauen bewusst einen streit provozierten. auf der strasse, in geschäften, in der universität, in behörden etc. und nicht nur aus eigenen erfahrungen, sondern auch durch die von freunden und bekannten und beobachtungen. von primitiven verbalprovokationen bishin zum klassischen rempler. aber so etwas gehört in eine schöne erzählung, um aufzuzeigen, wie friedvoll frauen wirklich sind. heute erlebe ich das nur noch selten, anscheindend sieht man mir meine entschlossenheit an :-D

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Hast du richtig gelesen?

T.R.E.Lentze ⌂, Freitag, 16. Dezember 2011, 18:50 (vor 520 Tagen) @ walterwolf

"So, wie es dann aber gekommen ist, so war es das Beste"

ob es das beste für ihn gewesen war, können wir heute nicht mehr feststellen. [...] etwas anderes wäre es tatsächlich, wenn er diese "ohrfeige" politisch instrumentalisiert hätte. aber das scheint mir bei dem, was ich gelesen habe, ausgeschlossen.

Der Mann ist tot. Das war das Beste für ihn. Und er hat - natürlich ohne es voraussehen zu können - den sogenannten "Arabischen Frühling" ausgelöst. Das ist das Allerbeste. Und dafür ist er posthum mit dem Sacharow-Preis für geistige Freiheit ausgezeichnet worden. Nicht er, aber Andere haben die Ohrfeige und die Folgen politisch instrumentalisiert.

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ich ging auf sie zu und stiess sie zu boden. damit hatte sie anscheinend nicht gerechnet, da sie mich verdutzt ansah. für mich war die sache ausgeglichen.

Da hast du aber ein unverschämtes Glück gehabt. Vgl.:

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Es reicht nämlich, wenn irgendein Gynokrat, der das mitgekriegt hat, die Frau einer "pro-aktiven Beratung" unterzieht, um dann - letztlich sogar ohne ihre Zustimmung - dich anzuzeigen. Dann hast du keine Chance.

Gruß
trel

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Wie die Thiere seit undenklichen Zeiten immer dasselbe thun, so würde auch das menschliche Geschlecht, wenn es nur Weiber gäbe, in seinem Urzustände geblieben sein. Aller Fortschritt geht vom Manne aus. (Paul Julius Möbius)

...der Tod...

walterwolf, Freitag, 16. Dezember 2011, 19:28 (vor 520 Tagen) @ T.R.E.Lentze

war das beste für ihn? er ist, ohne es zu wissen und zu wollen, zum märtyer geworden. bekommt einen preis, von dem er nichts mehr hat. ich habe gesagt, wie ich es für mich beurteile. ich hätte sofort gehandelt und hätte erreicht, was ich erreichen wollte.

wenn es in einem gebiet kocht, dann ist es nur eine frage der zeit, bis die dinge sich entladen.


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ich finde es sehr merkwürdig, wie du mein erlebtes kommentierst. einerseits "kämpfst" du gegen den feminismus und erwartest von den männern widerstand, anserseits sagst du, ich hätte glück gehabt!

wenn ich "angepöbelt" werde, interessiert es mich nicht, ob mich jemand anzeigt oder nicht. denn genau das ist es, womit die schwachen zu felde ziehen; mit dem bewusstsein, dass sie sich alles erlauben können, ohne dafür die verantwortung übernehmen zu müssen.
wie oft beobachte ich ähnliche situationen und muss mit ansehen, wie dumm und feige die männer auf solche provokationen reagieren.
wenn man begriffen hat, welche ursache eine solche provoktion hat, dann hat man zu handeln. handelt man nicht, dann darf man sich nicht wundern, wenn die schlinge immer enger gezogen wird.

ich habe damals richtig gehandelt und würde es immer wieder so tun!

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...der Tod...

T.R.E.Lentze ⌂, Freitag, 16. Dezember 2011, 19:40 (vor 520 Tagen) @ walterwolf

ich hätte sofort gehandelt und hätte erreicht, was ich erreichen wollte.

Kennst du die tunesischen Verhältnisse besser als dieser Tunesier sie gekannt haben muß?

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ich finde es sehr merkwürdig, wie du mein erlebtes kommentierst. einerseits "kämpfst" du gegen den feminismus und erwartest von den männern widerstand, anserseits sagst du, ich hätte glück gehabt!

Ja, du hast Glück gehabt! Die Verhältnisse sind einfach so. Ich habe doch meine eigene Geschichte nicht erlogen.

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wie oft beobachte ich ähnliche situationen und muss mit ansehen, wie dumm und feige die männer auf solche provokationen reagieren.
wenn man begriffen hat, welche ursache eine solche provoktion hat, dann hat man zu handeln. handelt man nicht, dann darf man sich nicht wundern, wenn die schlinge immer enger gezogen wird.

ich habe damals richtig gehandelt und würde es immer wieder so tun!

Ich sage doch nicht, daß ich dein Verhalten mißbillige. Im Gegenteil, ich würde das nächste Mal genauso handeln wie du.

Der Unterschied: Ich würde die Folgen, die ich befürchte, von nun an in Kauf nehmen. Verurteilt werde ich sowieso, wenn eine Frau sich durch einen Mann angegriffen fühlt. Egal, ob ich sie wirklich angegriffen habe, oder nicht. Dann ist es besser, ich habe sie wirklich angegriffen.

Was uns unterscheidet, ist lediglich die Folgeneinschätzung. Du hast bisher das Glück gehabt, das die Frau dich nicht anzeigen wollte und auch niemand zur Stelle war, der es an ihrer Stelle tat. Du darfst nur nicht damit rechnen, daß es immer so kommt.

Gruß
trel

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Wie die Thiere seit undenklichen Zeiten immer dasselbe thun, so würde auch das menschliche Geschlecht, wenn es nur Weiber gäbe, in seinem Urzustände geblieben sein. Aller Fortschritt geht vom Manne aus. (Paul Julius Möbius)

...ich habe die sache...

walterwolf, Freitag, 16. Dezember 2011, 20:49 (vor 520 Tagen) @ T.R.E.Lentze

...lediglich von meiner seite aus beurteilt, d.h. aus der sicht meines kulturkreises. ich habe mir gesagt, wenn ich, als west-europäer, es als demütigung auffasse, sich von einer frau ohrfeigen zu lassen, ich dementsprechend reagiere, dann müsste es für ihn auf grund seines denkens selbstverständlich sein...aber das ist das problem mit den kulturgrenzen. in der regel projiziert man seine sichtweise auf andere...

bei der damaligen situation waren genügend schaulustige dabei gewesen. aber mein freund hatte mir den rücken freigehalten.
ich will nicht behaupten, dass ich von beginn an so reagiert habe. es hat lange gedauert bis ich begriff, dass, wenn ich nicht reagiere, ich den "pfeil" weiter in mir trage. anfangs dachte ich sogar, dass ich vielleicht die dinge zu persönlich nehme, andere so etwas nicht erfahren. aber im laufe der zeit wurde mir klar, dass fast alle situationen bewusst von der gegenseite provoziert wurden. und da man nur begrenzt einstecken kann und will, schlägt man zurück und erkennt, dass das der einzige und beste weg ist.

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...ich habe die sache...

T.R.E.Lentze ⌂, Freitag, 16. Dezember 2011, 22:27 (vor 520 Tagen) @ walterwolf

...aus der sicht meines kulturkreises. ich habe mir gesagt, wenn ich, als west-europäer,

Aus welchem Land kommst du denn? Ich bin Deutscher, also Mitteleuropäer. Hier finden es viele Männer es offenbar keineswegs (mehr) demütigend, sich von einer Frau erniedrigen zu lassen. Viele sehen sich sogar entsprechende Filme an und onanieren dabei.

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aber mein freund hatte mir den rücken freigehalten.

Aha, das ist eine völlig andere Situation als die, in welcher ich mich befunden hatte.

Ich vermeide seitdem Situationen, in der ich mit einer Frau allein bin und keine Überwachungs-Kameras in Sichtweite sind.

Gruß
trel

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Wie die Thiere seit undenklichen Zeiten immer dasselbe thun, so würde auch das menschliche Geschlecht, wenn es nur Weiber gäbe, in seinem Urzustände geblieben sein. Aller Fortschritt geht vom Manne aus. (Paul Julius Möbius)

...ich habe die sache...

walterwolf, Montag, 19. Dezember 2011, 18:37 (vor 517 Tagen) @ T.R.E.Lentze

Aus welchem Land kommst du denn?

aus keinem anderen land als du, aus deutschland. wobei ich hinzufügen muss, dass meine eltern kriegsvertriebene aus dem ehemaligen ostpreussen sind, d.h. 1944/45 in den westen flüchteten bzw nur meine mutter. mein vater in russische gefangenschaft geriet.

deshalb, weil ich aus diesem kaputten nachkriegsdeutschland bin, war es mir schwer verständlich, dass dieser mann sich ohrfeigen liess. denn wie du schon richtig die verhältnisse in deutschland beschreibst, dass ein mann bei einer ohrfeige zu onanieren beginnt, haben die araber oder auch die nordafrikaner in der regel noch so etwas wie selbstachtung. ich habe vor einigen monaten einen algerier kennengelernt, ein mann, dessen studium hier nicht akzeptiert wird. er ist ein gläubiger. er respektiert meinen atheismus, wie ich seinen glauben respektiere. die gespräche sind erfischend...kurz; er kann die einstellung der deutschen männer nicht begreifen. er weiss um die probleme in algerien, schätzt auch die westlichen "errungenschaften", aber erkennt die probleme, die unsere kultur mittlerweile besitzt.

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aber ein letztes wort zu dem damaligen ereignis: nicht immer hatte und habe ich jemanden an meiner seite. oftmals war ich alleine. ich denke, dass man in der situation entscheiden muss, "ob" und wenn, "wie" man reagiert. salopp ausgedrückt: mein nächtlicher schlaf ist mir wichtig. und ich schlafe besser, wenn derjenige, der mich anpöbelt, seinen dreck für sich behält.

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Jetzt beklagt der "Spiegel" die Tritte eines Polizisten gegen eine Frau...

T.R.E.Lentze ⌂, Montag, 19. Dezember 2011, 18:28 (vor 517 Tagen) @ T.R.E.Lentze

...und jammert:

Mit perfider Einschüchterungstaktik sollen vor allem Frauen von weiteren Protesten abgehalten werden. [...] Wehrlos liegt die junge Frau am Boden und muss die Schläge ihrer Peiniger ertragen.

[image]

Merkwürdigerweise soll sie sich aber nicht selbst verbrannt haben. Anscheinend war die Demütigung doch nicht so schlimm - oder selbst verschuldet.

Also anders als im Falle des Tunsesiers M.Bouazizi.

Aber als Frau ist sie dem Gynokratenblatt natürlich einen Artikel wert.

trel

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