Avatar

Ein Lichtblick: Französisches Gericht bewertet die Bezeichnung "homophob" als Beleidigung.

T.R.E.Lentze ⌂, Freitag, 04. November 2016, 20:44 (vor 111 Tagen)

Siehe JF-Bericht: Gericht entscheidet: Bezeichnung „Homophob“ ist Beleidigung.

Die deutsche Justiz ist noch nicht so weit. Dabei ist klar, daß es sich bei der Homophobie um einen Kampfbegriff der übelsten Sorte handelt. Die Psychiatrisierung Andersdenkender ist nun mal ein Kennzeichen totalitärer Staaten. Da sollte man sich auch auf eine gewisse Phase der deutschen Geschichte besinnen.

Die Paradoxie in der Anwendung des Homophobie-Begriffes liegt auf der Hand. Einerseits wird die sogenannte Inklusion zu einem der Leitziele der Gesellschaftspolitik erklärt. Inklusion meint den Einbezug der durch schlechte Erbanlagen oder Krankheit Behinderten in einer Weise, daß bisweilen die Gesunden dabei benachteiligt, z.B. begabte Schüler nicht mehr gefördert werden. Anderseits werden sexuell Normale geächtet unter Anderem dadurch, daß ihnen das Attribut der Angststörung, also der Behinderung, beigelegt wird.

Es wird also eine tatsächliche Behinderung oder Störung einmal als Grund für die Förderung, ein anderes Mal als Grund für die Ächtung und Verfolgung gesehen. Uralte Ängste, die Krankheit in Verbindung Schuld und Gottlosigkeit sehen, werden herbeibemüht.

Die Homosexisten argumentieren bisweilen, daß damit nur Recht geschehe. Denn früher seien ja die Nicht-Heterosexuellen als schuldhaft Kranke verfolgt worden. Doch das stimmt nicht. Verfolgt wurden immer nur diejenigen Menschen, welche ihre Privatsphäre öffentlich machten. Das war auch im Dritten Reich nicht anders, und das galt für Heterosexuelle genau so wie für die Abartigen.

Weiterhin wird bisweilen eingewandt, daß das Suffix "-phob" auch die Bedeutung von "abweisend" habe, wie im Falle der chemischen Fachausdrücke hydrophob oder lipophob. Aber die Zweideutigkeit ist ja gleichwohl gewollt, so wie etwa im nazistischen Slogan "Gas geben!"

Zuletzt sei klargestellt, daß es Homosexualität eigentlich nicht gibt, denn Sexualität dient der Fortpflanzung. Statt Homosexualität sollte von pervertierter oder kranker Sexualität oder einfach von sexueller Perversion gesprochen werden. Wobei die Rücksichtaufnahme der Gesunden auf Kranke sich ebenso von selbst versteht wie umgekehrt die Rücksichtnahme der Kranken auf Gesunde. Das unerbetene Zurschaustellen, gar Politisieren von Krankheit ist das Gegenteil von Rücksichtnahme.

trel

RSS-Feed dieser Diskussion
powered by my little forum