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Busfahrerin stirbt durch ihr grob fahrlässiges Verhalten - was ist daran "tragisch"?!

T.R.E.Lentze ⌂, Donnerstag, 06. Oktober 2016, 10:52 (vor 259 Tagen)

Die Leipziger Volkszeitung berichtet: Tragischer Unfall - Busfahrerin in Leipzig-Wahren von eigenem Bus erfasst und tödlich verletzt.

Anscheinend hatte der Bus ein technisches Problem. Dafür konnte die Frau natürlich nichts. Dann aber machte sie selbst einen saugroben Fehler:

Dabei vergaß die 55-Jährige jedoch offenbar die Handbremse anzuziehen, und der Bus setzte sich auf der leicht abschüssigen Straße plötzlich vorwärts in Bewegung. Die Frau versuchte, wieder ins Fahrzeug zu gelangen, um eine Kollision zu verhindern, wurde dabei jedoch selbst seitlich von dem Bus erfasst und an den Lichtmast gedrückt.

Das hatte ihren Tod zur Folge. Drei weitere Personen erfaßte es minder schwer: sie erlitten "nur" einen Schock. - Und Sachschaden entstand auch noch. Der rollende Bus schob nämlich drei parkende Pkw zusammen.

Natürlich ist insbesondere der Tod ein trauriges Ereignis. Aber womit ich durchaus nicht einverstanden bin, ist, dieses Ereignis als "tragisch" zu bezeichnen. Tragik liegt vor, wenn zum Beispiel ein Vater in einen Fluß springt, um sein kleines Kind zu retten, und dabei selbst ertrinkt. Dann kann man sich fragen: Warum hat Gott das zugelassen?

Hier aber haben wir es keineswegs mit Tragik zu tun, sondern mit den Folgen von Dummheit, genauer: von fehlender beruflicher Eignung. Denn die Einsicht in die Notwendigkeit, ein Fahrzeug gegen Wegrollen abzusichern - hier auch noch ein schweres Fahrzeug und das auf abschüssiger Straße! - sollte Teil der menschlichen Instinkt-Ausrüstung und in der sehr gründlichen Berufskraftfahrer-Ausbildung noch vertieft worden sein. Für den Notfall liegen im Bus übrigens Bremskeile bereit.

Nochmal, weil dies das entscheidende Moment ist:

Durch die Rekonstruktion bestätigte sich aber, dass die Busfahrerin vergessen hatte, die Feststellbremse anzuziehen, so die Polizei. Die Bremse sei nicht defekt gewesen, heißt es weiter.

Ich war selber Berufskraftfahrer. Nun möchte ich nicht selbstgerecht sein. Mir sind ebenfalls Fehler durch Dummheit - Nachlässigkeit, mangelnde Konzentration usw. - passiert. Vielleicht hatte ich einfach nur Glück, daß ich noch am Leben bin.

Mir geht es, wie sollte es anders sein, jetzt um den geschlechter-spezifischen Aspekt. Einigemale bin ich nämlich weiblichen Lkw-Fahrern begegnet, die sich an mich wandten, weil sie sich nicht zu helfen zu wußten. Einer Fahrerin habe ich den Lastzug durch eine enge Straße gefahren; ihr selbst fehlte der Mut. Weibern fehlt oft die Fähigkeit, in kritischen Situation ruhig und besonnen zu reagieren. Das führt zu ängstlicher Lähmung oder, wie im berichteten Fall, zu hektischem, unbedachten Reagieren.

Meiner Überzeugung nach ist das vermeldete Ereignis schlicht Folge des politisch-ideologischen Gleichheitswahns: "Frauen können alles gleich gut wie Männer, wenn nicht besser." Es gibt welche, die können es tatsächlich. Es gibt ja auch starke Raucher, die werden annähernd hundert Jahre alt. Der Fehler liegt immer in der Verallgemeinerung.

"Frau am Steuer - da ist mir nicht geheuer" - dieser Spruch hat seine im Wesen der Geschlechter begründete Gültigkeit. Er gilt als Regel, die Ausnahmen zuläßt. Eine Politik, die sich ideologisch leiten läßt, provoziert vermeidbare Katastrophen.

trel

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