Ablehnung der Religion

Der/Anarchist, Donnerstag, 25. Mai 2017, 13:23 (vor 63 Tagen) @ T.R.E.Lentze
bearbeitet von Der/Anarchist, Donnerstag, 25. Mai 2017, 13:34

Wenn jemand Religionen nicht ernst nehmen kann, dann deshalb, weil keine einzige Religion ihre Aussagen beweisen kann. Alle Religionen beruhen auf einen "blinden" Glauben, auf reinen Behauptungen; ferner noch werden wissenschaftliche Erkenntnisse geleugnet wie z.B. die, welche die Evolutionstheorie liefert. Deshalb sind Religionen nicht anders als politische Ideologien wie die Gender-Ideologie.

Der Mensch ist eine Art von unzähligen Arten. Zwar geistig hochentwickelt, aber an sich nur eine weitere Art von vielen. Er wird eines Tages aussterben wie einst die sehr erfolgreichen Dinosaurier. Weshalb soll der Mensch den Tod überwinden? Der Tod ist ein Teil des Lebens. Er schließt das Leben ab. Vielmehr sollte der Mensch sein Glauben überwinden, daß der Mensch an sich etwas besonderes ist, das unbedingt von einem "Gott" gewollt war. Der Mensch sollte sein Glauben überwinden, daß er nur das Ergebnis eines "Plans" sein kann! Er sollte den Zufall seiner Geburt nicht überbewerten, sondern als Geschenk annehmen und das Leben leben; nachforschen, wenn er den Drang dazu verspürt, wie alles Leben und Planeten, das Universum entstanden sind. Aber er soll sich nicht zu wichtig nehmen und glauben, daß ein alter Mann mit Bart das ganze geschaffen hat, und der Mensch der Mittelpunkt allen Seins ist.

Leben und Tod sind Gesetze, die nicht vom Menschen erschaffen wurden. Er hat sich, wurde er geboren, diese zu akzeptieren, dazu zählt auch, daß jeder für sich selbst begreifen muß, daß er als Individuum nicht mehr ist, wenn er stirbt. Was er hinterlässt (Kinder, Kunstwerke etc.) wird an ihn erinnern, er selbst aber ist tot, aufgelöst, für immer verschwunden. DAS muß er akzeptieren.

Wenn er aber glaubt, daß er nach dem Tod irgendwo auf der Achterbahn wiedererwacht, mag er das glauben, um sich seine Angst vor dem Tod zu nehmen, aber er soll nicht hingehen und andere Menschen dazu zwingen, seinen Glauben an die Achterbahn anzunehmen, was aber JEDE Religion und jede Ideologie praktiziert. Auch soll er nicht glauben, daß er durch seinen Glauben moralisch höher steht, was Ideologen und religiöse Verwirrte tun. Das heißt was der einzige glaubt, ist seine Sache. Drängt er aber seinen Glauben anderen auf, darf er nicht erwarten, daß andere sich ihm bedingungslos unterordnen.

Natürlich scheint das Widerspruch zu sein, weil oben sagte, er MUß die Gesetze und Erkenntnisse akzeptieren. Er muß es nicht, aber sie zu akzeptieren heißt, das Leben zu vereinfachen, da das Leben bereits kompliziert und schwer zu begreifen ist; ein täglicher Kampf mit sich und seiner Umwelt. Wozu dann noch das Leben komplizierter machen?!


gesamter Thread:

 RSS-Feed dieser Diskussion

powered by my little forum