Kompetenz, moralische Ansprüche zu stellen?

Der/Anarchist, Dienstag, 07. März 2017, 00:38 (vor 51 Tagen) @ Agnes
bearbeitet von Der/Anarchist, Dienstag, 07. März 2017, 01:00

Es ist nicht egal, ob etwas angeboren ist oder nicht. Denn das ist eines der Behauptungen der Gender-Ideologen, die schlicht behaupten, das Geschlecht sei anerzogen; aber dem ist nicht so, sondern die Geschlechter sind aus der Evolution hervorgegangen (Zweigeschlechtigkeit).

Und so steht es auch mit der Moral. Es gibt Belege dafür, daß die Moral nicht von außen aufoktroyiert wurde, sondern im Gehirn verankert ist. Das heißt daß jedermann Moral in sich trägt. Dadurch ist jeder in der Lage, moralisch richtig zu handeln (vorausgesetzt sei, der Mensch ist geistig und psychisch gesund). Das heißt Vorhandenes nutzen.

Ich habe das deshalb betont, um darzustellen, daß es keine "Hohepriester" bedarf, die dem einzelnen die "richtige" Richtung vorausgeben müssen, da ein angeborenes Moralverhalten im Einzelnen vorhanden ist, das im Laufe seines Lebens aktiviert wird; oder eben unterdrückt wird.

Und wenn zufällig ein christlicher Würdenträger ein gesundes Moralverhalten vorzuweisen hat, muß das nicht gleich als Kompetenz gelten. Denn wieviele christliche Würdenträger haben alles andere als ein gesundes Moralverhalten! Denn die Moral ist nur eine von vielen Verhaltensweisen, nach denen sich der Mensch richtet. Moral kann ausgehebelt werden durch das Bedürfnis nach Macht, Geld, Lust etc. Meine Kritik ist dahingehend, daß es keine Religion, keinen Staat, keine Ideologie an sich bedarf, um Moral zu vermitteln. Deshalb ist es wichtig zu wissen, was bei der Geburt in einem Menschen vorhanden ist, was ihm im Laufe seines Lebens anerzogen wird. Das erste wird einen immer beeinflussen, das zweite kann jederzeit, wenn nötig, abgelegt werden.


Und die Frage nach der "richtigen" Moral ist in meinen Augen nicht allein von der jeweiligen Kultur abhängig, sondern mehr vom Individuum. Für den einen ist die Rache ein Verbrechen, für den anderen die einzige Form von Gerechtigkeit, d.h. Moralisten sollten in erster Linie immer bei sich selbst beginnen...


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