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"Sogar bei den Afrikanern..."

T.R.E.Lentze ⌂, Montag, 06. März 2017, 21:52 (vor 140 Tagen) @ Agnes

Sogar bei den Afrikanern in ihrer Religion gibt es weibliche Priester.

Das ist nicht verwunderlich, denn dort handelt es sich um Naturreligionen. Ihre Ausübenden sind das, was christliche Missionare lange Zeit als "Teufelsanbeter" bezeichnet haben. Und zwar mit einem gewissen Recht. Ich habe mehre Jahre in Westafrika (das "Grab des weißen Mannes") gelebt und kann nur bestätigen, daß das Hexenwesen dort eine ganz große Rolle spielt. Es sind matriarchale, anders gesagt, gynozentrische Gesellschaften. Zu ihren Bräuchen gehört auch die weibliche Klitorisbeschneidung, die ausschließlich von Frauen ausgeübt wird; ebenso aber auch - je nach Ethnie - die künstliche Verlängerung der Schamlippen.

Diese Naturreligionen liegen einer Erlösungsreligion, wie sie das Christentum in höchster Form ist, schlichtweg fern. Ihre Angehörigen haben sich mit dem Fall des Menschen arrangiert. Sie erkennen keine Notwendigkeit einer Erlösung oder Evolution. Was sie ausüben, ist Ahnenkult, Schadenszauber und - so veraltet das klingen mag - Götzendienst. Ihre geistige Welt ist bevölkert von degenerierten Geistwesen, die sich dem Christus nicht unterworfen haben und nun darauf angewiesen sind, Randvölker in Besessenheit zu halten, gewissermaßen an ihnen zu parasitieren.

Der Gedanke einer weiblichen Priesterschaft in christlichen Gemeinden ist mir persönlich eher unsympathisch. Anderseits gehen wir einer fortschreitenden Auflösung des Geschlechter-Dimorphismus entgegen, mit allen Problemen, die eine solche - an sich notwendige - Evolution eben mit sich bringt. Der Neue Mensch wird ja, wie Jesus v.N. sich ausdrückte, nicht heiraten. Er evoluiert somit zu einer höheren Daseinsstufe, welche den heutigen Engeln oder Angeloi entspricht. Die Kehrseite dieser - durch die Menschwerdung Gottes ausgelösten - Evolution ist dann zum Beispiel der Feminismus oder Sexismus. Es hängt von der inneren Einstellung ab, was der Mensch aus sich macht. Wer nicht evoluieren will, der wird fallen, also devoluieren. Dagegen weitermachen wie bisher, das gibt es nicht mehr.

Die christliche Gemeinschaft, der ich mich zugehörig fühle, die (anthroposophisch orientierte) Christengemeinschaft, akzeptiert auch weibliche Priester. Man schreibt den Menschen dort nichts vor, sondern respektiert die individuellen Entscheidungen. Vielleicht solltest du einmal eine solche Gemeinschaft, wenn es sie in deiner Stadt gibt, aufsuchen.

Gruß
trel


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