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Veröffentlichte Leserkommentare sind oftmals selektiert - und manchmal sogar verändert.

T.R.E.Lentze ⌂, Mittwoch, 30. November 2016, 10:52 (vor 114 Tagen) @ Peter

Ich habe an diesen Kommentaren gesehen, wie sturmreif der Feminismus viele Hirne der Bürger geschossen hat.

Einer dieser verblödeten Kommentatoren meinte gar, es wäre nicht Aufgabe der Steuerzahler über Unterhaltsvorschuss die Vergnügungen von Männern zu finanzieren. Als ich hinterfragte, ob er das bei der Flüchtlingswelle auch so sieht, da war ich der phöse Nahsie.

Es ist bekannt, daß Zeitungen die Leserkommentare nicht veröffentlichen, wie sie kommen, sondern eine Auswahl treffen. Erstaunlicherweise läßt gerade der "Spiegel" widersprechende Kommentare in einem Ausmaße zu, daß ich mich oft nur noch wundern kann.

Nehmen wir dazu den heute erschienenen Artikel Populismus in Europa - Was die neuen Rechten stark macht . Die Kernaussage steht gleich zu Anfang:

Der Erfolg der Populisten speist sich vor allem aus der Angst vor Globalisierung.

Die große Mehrheit der kommentierenden Leser klärt nun darüber auf, daß - ich sag's mit eigenen Worten - die Angst ein Erkenntnisorgan ist und somit lebensrettend sein kann. Einer der treffendsten Kommentare ist dieser:

diamant1 heute, 06:40 Uhr
7. Keine Angst
Ihre ständige Widerholung, dass alle Leute, die nicht ihre Meinung wiederspiegeln Angst haben, ist eine Form der Manipulation. Eventuell haben die Leute nur eine andere Meinung, wollen eine andere Politik. Eventuell können Sie das nicht akzeptieren und haben Angst davor.

Wie gesagt, der "Spiegel" ist bezüglich seiner Leser erstaunlich tolerant. Allerdings habe ich auch erlebt, daß ein Kommentar von mir durch Streichung einer Wortgruppe sinnentstellend verändert wurde; oder daß bereits veröffentlichte Kommentare plötzlich wieder verschwunden sind.

Andere Zeitungen scheinen noch viel mehr zu zensieren. Darum gebe ich auf deren Kommentar-Auswahl nicht allzuviel. Der Zweck der Selektion ist ja, die Leser zu entmutigen. Denn es gilt das Prinzip der "Schweigespirale".

Hier hilft nur die Selbsterziehung. Es liegt an jedem einzelnen Mann, die Wahrheit zu vertreten, auch wenn man "kontra" kriegt. Ja, gerade dann!

Was im Besonderen die Ungerechtigkeit im deutschen Familienrecht betrifft, von der wir hier reden, so dürfte das Bewußtsein davon viel größer sein, als die Medien es vermuten lassen. Mich entmutigt das keineswegs. Seine Evolution kann der Mensch heute noch nur individuell in die Hand nehmen. Es gilt, das Ich zu stärken, Mutlosigkeit nicht zuzulassen, die Keime der Zukunft aufzugreifen. Mit einer modern-religiösen Einstellung hat man es insofern leichter.

Ich lese gerade ein Buch, dessen Titel dir bizarr erscheinen könnte: "Rettet die Elementarwesen!" Man könnte denken, das sei nicht ernstgemeint. Ist es aber. Der Autor ist Thomas Mayer, laut Verlagsanzeige

Mitbegründer von "Mehr Demokratie e.V." und seither mit dem bundesweiten Aufbau der "Bewegung für Direkte Demokratie" beschäftigt, 1993 bis 1995 Beauftragter des erfolgreichen Volksbegehrens "Mehr Demokratie in Bayern", bis 2006 Gesellschafter des "OMNIBUS für Direkte Demokratie", Berater von Regionalwährungen. Seit 2005 liegt der Arbeitsschwerpunkt in Kursen anthroposophischer Meditation. Vater von zwei Kindern.

Ich kann die Lektüre nur empfehlen. Ich sehe sie als eine Anleitung, die Zukunft aufzugreifen. Eine zukunftgerichtete Einstellung reinigt uns von emotionalen Verhaftungen an Zustände, die wir rückwirkend nicht mehr verändern können. Sie nützt uns selbst ebenso wie der Gesellschaft.

Gruß
trel

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