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Seltsame Häufung ....

T.R.E.Lentze ⌂, Sonntag, 27. November 2016, 21:36 (vor 92 Tagen) @ Peter

Gestorben sind inzwischen:

Wieviele Jahre dauert(e) denn das Sorgerechtsverfahren?
Wie alt waren die Verstorbenen jeweils?

Mein Verfahren hat ungefähr 12 Jahre gedauert. Die erste Richterin wurde abgelöst, ich glaube, wegen psychischer Probleme, jedenfalls vor dem Rentenalter. Ebenso ist der zuständige Jugendamtsangestellte ausgeschieden, angeblich wegen Krankheit. Näheres habe ich nicht in Erfahrung bringen können. In seinem Falle bedaure ich das Ausscheiden, weil er sich - was selten zu sein scheint - für den Erhalt der Familie einsetzte und damit auch gegen die Richterin opponierte. Vielleicht war er gar nicht krank, sondern nur "untragbar".

Daß der vorzeitige Tod von Leuten, die für die Familienzerstörung arbeiten, ein mehr oder weniger verschwiegenes Wohlgefallen auslöst, insbesondere bei den Vätern, das kann ich gut verstehen. Für mich ist der Prozeß zwar Vergangenheit. Ich denke kaum mehr darüber nach. Aber im Rückblick muß ich sagen, daß es sich um die demütigendste Erfahrung meines Lebens gehandelt hat.

Mit Gerechtigkeit hat das in Deutschland übliche Verfahren ja nichts zu tun, erst recht nicht mit dem Kindeswohl, und auch nicht viel mit dem geltenden Recht. Da wird oft in ganz übler Weise getrickst. Stünde ich noch einmal vor einer Trennungssituation, dann würde ich mich auf einen Rechtsstreit gar nicht mehr einlassen, sondern in eigener Weise verfahren. Es würde einen ganz kurzen "Prozeß" geben und auf Alles oder Nichts hinauslaufen.

Meine einzig verbleibende Befürchtung ist, daß mein jetzt erwachsener Sohn wider besseres Wissen in die gleiche Falle läuft. Ich würde ihm nicht helfen können.

Übrigens, ich glaube an eine höhere Gerechtigkeit vermittels der Wiederverkörperung. Man wird sich aufs Neue begegnen und Rechnungen begleichen. Oder im günstigen Falle: miteinander ins Reine kommen.

Gruß
trel

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