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Im VS-Wahlkampf manifestiert sich ein beginnender Geschlechter-Krieg.

T.R.E.Lentze ⌂, Donnerstag, 13. Oktober 2016, 12:47 (vor 283 Tagen)

Der gestern erschienene "Spiegel"-Artikel Prognose zur US-Präsidentschaftswahl - So wählen die Männer - und so die Frauen gibt mir Anlaß zur Behauptung, daß der globale Geschlechterkrieg in einem bisher nicht gekanntem Maße politisch geworden ist.

Grund: Die außerordentlich klar ersichtliche Bevorzugung Trumps bei den männlichen Wählern, und die noch deutlichere Bevorzugung der Frau Clinton bei den weiblichen Wählern. Man sehe sich dazu die Grafiken im "Spiegel"-Artikel an. Das Wahlmänner-Verhältnis sieht für die männlichen Wähler so aus:

Clinton:Trump = 188:350

Umgekehrt, und noch viel ausgeprägter für die weiblichen Wähler:

Clinton:Trump = 458:80

Vielleicht springt das nur deshalb so ins Auge, weil bisher noch nie ein Weib gegen einen Mann auf dieser Ebene angetreten ist. Allerdings muß es nicht sein, daß Männer und Weiber jeweils "ihr" Geschlecht bevorzugen. Hier aber ist es eindeutig der Fall.

Wichtig erscheint mir, daß beide Kandidaten das Geschlecht, dem sie jeweils angehören, sehr offensichtlich verkörpern.

Zumindest gilt das für Trump. Er ist groß, aggressiv und sehr direkt, äußerst selbstbewußt und materiell erfolgreich. Mag sein, daß er ziemlich ungebildet, "primitiv" ist. Aber Männer brauchen nicht das, was man Bildung nennt, um erfolgreich zu sein. Bildungsmangel hat Männer noch nie am Erfolg gehindert.

Und Frau Clinton? Eine körperlich wohl etwas zarte Anpasserin, Opportunistin, keine selbständige Persönlichkeit. Höchstens ihr Feminismus profiliert sie. Mächtige Weiber müssen nämlich keine Feministen sein. Frau Merkel (eine Katastrophe für Deutschland!) ist es ja auch nicht.

Wie steht es mit der Lüge? Auch hier zeigt sich der Unterschied der Geschlechter. Um es auf eine Formel zu bringen:

Ich kann und will keinen Hehl daraus machen, daß mir Trump viel sympathischer ist als Frau Clinton. Natürlich gefällt mir seine Männlichkeit. Davon ganz abgesehen sehe ich in ihm ein deutlich niedrigeres globales Sicherheitsrisiko. Mit Rußland hat er ein gutes Verhältnis, das ist doch schon mal beruhigend. Ich kann mir nicht vorstellen, daß er, all seiner ihm nachgesagten Impulsivität zum Trotz, "auf den roten Knopf" drücken wird. Der Schlange Clinton traue ich Alles zu.

Wie dem sei, ich sehe diesen Wahlkampf als einen Beleg für meine Behauptung, daß der Rassismus ein Vorspiel des Sexismus gewesen ist. Während der Rassismus auf dem Rückzug sein dürfte, ist der Sexismus, ingestalt des Feminismus, auf dem Vormarsch. Trump ist eine politisch notwendige Reaktion auf den Feminismus, ein dringend notwendiges Korrektiv.

trel

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