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Schlecht recherchiert: Die "Junge Freiheit" ist auf einen Gag der Linken Gabi Ritter hereingefallen.

T.R.E.Lentze ⌂, Freitag, 23. September 2016, 12:23 (vor 272 Tagen)

Linke fordert geschlechtergerechte Sprache für Büromittel - so lautet ein Artikel in der heutigen JF. Dort wird auch auf einen entsprechenden Antrag verlinkt. Zitat aus dem JF-Artikel:

Künftig soll es dann nicht mehr „der Radiergummi“ oder „der Schreibtisch“ heißen, sondern: „der/die ScannerIn, der/die ComputerIn, der/die BleistiftanspitzerIn, der/die KopiererIn, der/die StaubsaugerIn“. Weitere Bezeichnungen sollten bestehenden Doppelformen „kreativ nachgebildet“ werden. So zum Beispiel: „der/die Papierkorb/-körbin, der/die Briefkopf/-köpfin, der/die AbfalleimerIn“.

Ich habe mir die Mühe gemacht, etwas tiefer zu recherchieren. Im Grunde war das nicht schwer: ich habe einfach "Gabriele Ritter Die Linke" in die Google-Suche eingegeben und bin kurz darauf auf eine Seite gekommen - Titel: Von Damen, Frauen und anderen Wesen -, in welcher Frau Ritter ihren eigenen Antrag als nicht ernstgemeint herausstellt (Hervorhebung durch mich):

DIE LINKE wird den Antrag der WiF ablehnen und empfiehlt dies übrigens auch für den eigenen Ergänzungsantrag, der durch die Neuschaffung von Begriffen wie „der/die ScannerIn“, „der/die AbfalleimerIn“ oder „der/die StaubsaugerIn“ bestenfalls für Lachanfälle in den 13 Etagen des Rathauses sorgen sollte.

Gabi Ritter (Vorsitzende der Ratsfraktion DIE LINKE)

Ich bin mir nicht sicher, ob der JF-Redakteur (Herr Krautkrämer?) den Antrag wirklich ernstgenommen (also ungenügend recherchiert) hat, aber die kommentierenden Leser haben ihn offenbar ernstgenommen. Bis jetzt.

Übrigens, nichts gegen die JF. Gelegentliches Irren ist menschlich.

trel

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