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Gegen "Energie-Armut" durch Ermächtigung von Weibern - sind die verrückt?

T.R.E.Lentze ⌂, Sonntag, 11. September 2016, 16:21 (vor 258 Tagen)

Soeben gelesen im Spiegel: Entwicklungshilfe - Die Frau, die das Licht brachte.

Zitat:

Das College will Energiearmut weltweit bekämpfen. Dazu will es das Selbstbewusstsein von Frauen stärken. In den traditionellen Dorfgemeinschaften treffen oft die Männer die wichtigen Entscheidungen und verfügen über das Geld. Das Barefoot College bildet deshalb ausschließlich Frauen aus. Die Solaringenieurinnen sollen finanziell unabhängig leben und in ihrer Gemeinde zum Vorbild für andere Frauen werden.

Und hier kommt das Fernziel zur Sprache:

Die Solaringenieurinnen sollen überall auf der Welt weitere Frauen ausbilden, diese sollen rasch Zehntausende weitere Dörfer elektrifizieren. Es geht um einen Schneeballeffekt, der die armen Länder der Welt tiefgreifend verändern soll.

Warum das Ziel mithilfe der Weiber besser zu erreichen sei als mithilfe der Männer, das wird uns nicht erklärt. Festgestellt wird allerdings, daß die Männer die wichtigen Entscheidungen treffen und über das Geld verfügen. Naheliegend wäre nun doch, die Männer für die Energieversorgung einzuspannen. Nicht nur aus den genannten Gründen, sondern auch, weil Männer sich grundsätzlich mehr für technische Dinge interessieren.

Was hält das College davon ab? Man kann sich die Gründe zusammenreimen, wenn man den langen Text aufmerksam liest:

Es gibt Wissenschaftler, die die westliche Entwicklungspolitik für gescheitert erklären. Es geht ihnen nicht um einzelne, fehlgeleitete Projekte, sondern um das komplette Konzept. Sie sagen, dass Entwicklungshilfe die westlichen Vorstellungen von Armut, Reichtum und Konsum in traditionelle Dorfgemeinschaften exportiere und arme Regionen in ungesunden Abhängigkeitsverhältnissen halte. Der kenianische Ökonom James Shikwati sagt, Entwicklungshilfe nütze letztlich mehr der Weltwirtschaft als den Menschen, denen geholfen werden soll.

Zu diesen "westlichen Vorstellungen" gehört offenbar, wenngleich dies hier nicht gesagt wird, auch feministisches Gedankengut. Und gerade Weiber, noch dazu traditionell erzogene, sind leicht in Abhängigkeit zu bringen.

Es ist das Übliche: Vorgegeben wird, Menschen aus der Abhängigkeit zu befreien. Praktiziert wird sodann eine neue, viel tiefgreifendere Abhängigkeit.

So werden jetzt also Weiber aus der Abhängigkeit ihrer (Ehe-)Männer "befreit", um sie abhängig von anderen, mächtigeren Männern zu machen. Der Unterwerfer etikettiert sich als - Befreier.

Ganz sicher geht es nicht wirklich um mehr Licht! Vor Allem nicht um mehr Bewußtseins-Licht, im Gegenteil.

trel

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