Einst verfolgte man die Leugner Gottes in der Höhe; heute wird verfolgt, wer sich dem Tier aus dem Abgrund verweigert.

Bernhard, Donnerstag, 16. Juni 2016, 10:10 (vor 318 Tagen) @ T.R.E.Lentze

Hallo, Thomas!

Eine interessante Deutung und durchaus zutreffend.

Das Bild des Apokalyptikers ist aber doch diffizil genug, um noch manch andere, ebenso plausible Sachverhalte darin erkennen zu können. Es verhält sich damit wie mit einem rohrschachschen Klecks, in dem man eben dasjenige "erkennt", was das jeweilige Denken und Empfinden des Betrachter eben mehr oder weniger unbewusst erkennen will bzw. zu erkennen vermag. -

Selbstverständlich verschlüsselt es nur eine Tatsache, eben den wahren Sinngehalt. Diesen zu erkennen ist man desto fähiger, je höher, tiefer und weiter man geistig zu blicken vermag.

Ich selber "erkenne" in jenem Weib die die ganze Erde in Trab haltende und sich unterwerfende Weltwirtschaft, und im Tier, dass es trägt und stützt, den ihr zugrundeliegenden(!) tierischen selbst-süchtigen Egoismus, die unersättliche Gier nach Triebbefriedigung, Genuss, Abenteuer und Macht über andere/-s. Auch hier trifft zu, was Du zum Feminismus/Genderismus sagst: Die in der Tat zwingende, ja beschwörende Forderung an alle Welt, sich jenem "Weib" zu beugen und es bedingungslos als die Herrschergottheit schlechthin anzuerkennen, anzubeten und ihm opferwillig nachzufolgen.

Geehrt (z.B. mit Boni, gesellschafts- und machtpolitischen Privilegien) werden jene Hohepriester, die dem Mammon huldigen im Sinne Ahrimans und Luzifers (z.B. Siemens, Monsanto); aber brutalst geächtet, verhöhnt und abgestraft (ruiniert) werden diejenigen, die aufrichtig, selbstlos und edelmütig ihre wirtschaftlichen Potenziale nutzen und mit christlicher Gesinnung auf dem Altar der wahren Menschlichkeit darbringen (Weleda, Demeter, GLS, Waldorfpädagogik u.a.). -

Verursacher jenes Zwiespaltes ist eben das "Tier", der niedere, niederträchtige Egoismus mit seiner unerbittlichen Grundmaxime vom "Recht des Stärkeren". Der wahre Mensch kann dem Tiere in keiner Weise beikommen; es müsste schon ein Mensch (Mann) sein - also kein Tier -, der allein eine christlich-brüderliche Wirtschaftsweise begründen könnte - und mithin kein Weib, sondern eine edelmütige Königin an seiner Seite führte.

Das Meer ist ein archetypisches Bild für das Unterbewusste, längst Versunkene, Überwundene. Da bedeutet es selbstverständlich eine existenziell bedrohliche Gefahr, wenn das bezwungen geglaubte "Menschen-Tier" erneut zum Leben erwacht, aus seinem namenlosen Abgrund wiederum aufsteigt und mithilfe seiner schwarz-magischen und kollektiv-suggestiven Kräfte die ganze Erde bedroht.... -

Der Feminismus wie auch der Genderismus ist, glaube ich, ein faulig-stinkendes Geschwür am Genital des Tieres, an dem das darauf sitzende Weib sich angesteckt und damit den gesamten wirtschafts- und sozialpolitischen Organismus infiziert hat. Dass diese Infektion wie eine weltweite Epidemie um sich greift und jedes Lebewesen, ja jede Sache mit ihrem Geifer verseucht, ist wohl offensichtlich und zweifelsfrei, aber, wie ich meine, nicht das Ursachenprinzip, als das Du es einstufst...

Schönen Gruß!

Bernhard


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