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Linkspopulist Heiko Maas sieht "die Freiheit der Frauen" bedroht.

T.R.E.Lentze ⌂, Dienstag, 17. Mai 2016, 12:16 (vor 313 Tagen)

In einem Gastkommentar läßt heute der "Spiegel" unseren Justizminister zu Wort kommen: AfD: Im Geiste von Putin, Trump und Erdogan.

Schon der Titel pauschalisiert in einer Weise, die ganz klar populistisch zu nennen ist. Denn was Putin, Trump und Erdogan verbindet, ist einzig ihr Feindbildcharakter in der Systempresse. Ein Justizminister sollte zumindest differenzierend darauf hinweisen, daß Putin und Erdogan verfeindet sind und auch Trump von Erdogan nichts hält; daß anderseits aber ausgerechnet unsere Regierung mit Erdogan einen Deal angezettelt hat, der, von moralischen Fragen ganz abgesehen, voraussehbar zum Scheitern verurteilt war. Wenn Maas nun auch noch behauptet: "Das AfD-Programm ist voller Doppelmoral", so wirkt das grotesk.

Der halbwegs aufmerksame und nicht regierungshörige Leser erkennt sofort: Maas' Kommentar ist Stimmungsmache auf unterstem Niveau, im Grunde Volksverhetzung. Eine inhaltliche Auseinandersetzung mit der AfD findet nicht wirklich statt. Wie auch, Maas vertritt ja ein politisches Lager. Im Grunde kann eine Auseinandersetzung nur mit einem Vertreter des anderen Lagers, also der AfD, stattfinden. Ob der "Spiegel" sich darauf demnächst noch einlassen wird?

Den Populismus unseres Justizministers einmal erkannt, ist auch klar, was von diesem Statement zu halten ist:

Kein Wunder, dass in diesem Milieu von "natürlichen Geschlechterrollen" fabuliert und der "Gender-Wahn" attackiert wird. Die Frau an den Herd und der Mann auf die Jagd - das kann ja gern so halten, wer es möchte, aber wenn die AfD das zum staatlich verordneten Leitbild erhebt, ist das ein Angriff auf die Freiheit der Frauen, selbst zu bestimmen, wie sie leben wollen.

Kennt jemand eine Politikerin, die sich irgendwann einmal für die Freiheit zur Selbstbestimmung der Männer eingesetzt hat? - Nein? Nun, das heißt doch, daß die Geschlechterrollen eindeutig verteilt sind: Männer, der Maas-Mann eingeschlossen, sorgen sich um die Weiber (und Weiber um "ihre" Kinder), aber umgekehrt nicht. Wer für Gleichheit eintritt - wohlgemerkt, wenn er es schon tut -, der sollte dann auch mal von der Selbstbestimmung des Mannes reden. Herr Maas könnte doch z.B. einmal Maßnahmen in Gesetze gießen, die dafür sorgen, daß die Lebenserwartung der Männer sich denen der Weiber angleicht. Nicht nur Löhne, auch Leben sind etwas wert - sollte man meinen.

trel
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