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Foto- und Pressetermin in Berlin: Erste ent-sexualisierte Toiletten freigegeben.

T.R.E.Lentze ⌂, Donnerstag, 19. November 2015, 17:40 (vor 492 Tagen)

Siehe berlin.de: Fototermin: Einrichtung „WCs für alle Geschlechter“ mit anschließendem Pressegespräch - Pressemitteilung vom 18.11.2015

Zitat:

Als erste Hauptverwaltung wird die Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen vier „WCs für alle Geschlechter“ durch die Umwidmung bisheriger Damen- und Herrentoiletten einrichten. Die Staatssekretärin in der Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen, Barbara Loth, wird die erste Unisex-Toilette in der Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen freigeben und die neue Beschilderung anbringen.

Bislang sind die meisten öffentlichen Toiletten entweder für Frauen oder für Männer ausgeschildert. Für trans- und intergeschlechtliche Menschen gehört das zu den größten Problemen im Alltagsleben, da es hierbei zu einer Vielzahl diskriminierender und ausgrenzender Erlebnisse kommen kann.

Im anschließenden Pressegespräch stellt die Staatsekretärin Barbara Loth die Rechtsexpertise „Diskriminierungspotentiale gegenüber trans- und intergeschlechtlichen Menschen im deutschen Recht“ vor, die im Auftrag der Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen, Landesstelle für Gleichbehandlung – gegen Diskriminierung, von Prof. Dr. LL. M Konstanze Plett erstellt wurde.

Die Rechtsexpertise stellt umfassend dar, wie die Registrierung von Geschlecht als ausschließlich „männlich“ oder „weiblich“ im Lebensverlauf von trans- und intergeschlechtlichen Menschen zu zahlreichen Verletzungen der Grund- und Menschenrechte führt.

Zeit: Dienstag, den 24.11.2015, 10 Uhr
Ort: Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen, Oranienstraße 106, Raum 4.120.

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Auf diese Meldung bin ich gekommen durch einen humorvollen Artikel des JF-Redakteurs Henning Hoffgaard, Titel: Berlin wird zur Gaga-Hauptstadt.

Nun ist mir aber ein bemerkenswerter Widerspruch aufgefallen. Der letzte Absatz in oben zitierter Meldung lautet nämlich:

Vertreterinnen und Vertreter der Medien und der interessierten Öffentlichkeit sind herzlich eingeladen.

Merkt ihr was? In Widerspruch zur erklärten Absicht, Geschlecht nicht mehr als ausschließlich männlich oder weiblich zu registrieren, werden hier die Vertreter der Medien als "Vertreterinnen und Vertreter" bezeichnet. Wo bleiben da die trans- und intergeschlechtlichen Vertreter?

Das Problem wäre gelöst, wenn tatsächlich zur geschlechtsneutralen - und grammatisch korrekten - Form "Vertreter" zurückgegriffen würde. Denn diese Form bezeichnet gerade nicht nur Männer, sondern alle in Frage kommenden Subjekte. Erst wenn "Vertreterinnen" und "Vertreter" getrennt, aber im Zusammenhang aufgeführt werden, entsteht die Sexualisierung.

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Es gilt nun, noch etwas weiterzudenken. Ist es nicht merkwürdig, daß der geschlechtliche Dimorphismus auf der körperlichen Ebene, also da, wo er seinen Ursprung hat und zweckmäßig ist, unsichtbar gemacht werden soll, während er - umgekehrt - auf der geistigen Ebene, wo er unnötig oder gar störend ist, eingeführt (oder, wie man inzwischen sagen muß: beibehalten) wird?

Daß also der sexuelle Unterschied da, wo er sichtbar und funktionell notwendig ist, geleugnet wird, während er da, wo es auf das Menschliche ankommt, durch allerlei grammatikalische Verrenkungen (Binnen-I und dergleichen) ständig heraufbeschworen wird?

Es findet damit eine Verschiebung - oder Umkehrung - der Ebenen statt. Ich nenne das diabolisch. Diabolos heißt nämlich nichts Anderes als "Durcheinanderwürfler". Es handelt sich um eine der Bezeichnungen für den Antichrist. Als wahrer Christ kann man nicht anders, als über diese Zusammenhänge nachzudenken.

Oft haben Forumteilnehmer mir gesagt oder geschrieben, daß sie dieses Forum häufiger besuchen oder beschreiben würden, wenn ich sie nicht ständig mit "diesem christlichen Blödsinn" behelligen würde. Aber es gibt kaum ein Thema, an dem sich der Antichrist so wenig verhüllt zeigt wie ingestalt des Feminismus, des Genderismus oder des Homosexismus, also den drei Spielarten des Sexismus. Man kann den Sexismus nicht wirklich verstehen und tiefer durchdringen, ohne die christliche Religion durchdrungen zu haben.

Sexualität gibt es ja erst, seit es den Tod gibt. Den Tod aber gibt es erst seit dem sogenannten Sündenfall, also der vom Diabolos angestoßenen Rebellion gegen Gott. Menschen haben sich verführen lassen, in dieser Rebellion mitzumachen. Dadurch erst kennen wir den Tod, und damit besteht auch die Notwendigkeit der sexuellen oder regenerativen Fortpflanzung. Erst mit Jesus Christus entstand eine neue Evolutionslinie; eine neue Art von Menschen, die, wie der Auferstandene, nicht mehr durch einen Mutterleib geboren werden müssen, also auch den Tod nicht kennen. Also auch nicht die Sexualität. Die Liebe schon.

Was bezweckt nun der Diabolos? Er will, daß die Sexualität, wenn sie physisch stirbt, dennoch weiterlebt - auf geistiger Ebene. Daher die sexualisierten Anredeformen wie "Vertreterinnen und Vertreter" bei gleichzeitiger Leugnung, Entgrenzung oder Entpolarisierung der physischen Sexualität. Was unten nicht mehr funktioniert, soll oben weiterfunktionieren. Und diese Verschiebung soll rechtzeitig vollzogen werden. Der Sexismus ist keine Dummheit; er ist von einem hoch intelligenten, aber diabolischen Logiker ins Werk gesetzt.

trel

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