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Gegen-Angebote...?

T.R.E.Lentze ⌂, Freitag, 23. Oktober 2015, 18:44 (vor 492 Tagen) @ Spontan

Spontan würde ich sagen, nicht auf das Angebot der Staatsanwältin eingehen. Sie garantiert offenbar weder eine Einstellung des Verfahrens (Vorgesetzte entscheidet), noch scheinen mir die von der Staatsanwaltschaft angeführten Zitate strafrechtlich besonders relevant zu sein.

So denke ich gegenwärtig selbst. Auch was ich von anderen Seiten höre, geht in diese Richtung.

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Eine Einstellung ihrer ganzen Website wäre meiner Meinung nach kein großer Verlust.

Das kann ich verstehen, denn Sie teilen meine christliche Weltanschauung nicht, wie Sie selber sagen.

Was die Feminismuskritik als solche betrifft, die man allerdings auch als Atheist betreiben kann (fast alle Teilnehmer hier waren Atheisten), so ist die Kritik zweifellos nicht mehr im selben Maße notwendig wie noch vor einigen Jahren. Das habe ich vor zehn Monaten bereits so gesehen, siehe meinen - als solchen geplanten - Abschlußartikel Hat dieses Forum seine Aufgabe erfüllt? Dort habe ich aber auch erläutert, daß das Vorgehen seitens der Landesmedienanstalt Nordrhein-Westfalen (LfM) eine totalitäre Tendenz zum Ausdruck gebracht hat, die mich zum Widerstand herausgefordert hat, und die jeden Menschen, der ein lebendiges Gewissen hat, zum Widerstand herausgefordert hätte.

Ich habe das wie einen grellen Blitz erlebt, der mich aus einer Lethargie herausgerissen hat. Und etwas Vergleichbares ist soeben eingetreten, ingestalt des merkwürdigen Angebotes der Staatsanwaltschaft. Diese Ereignisse zeigen doch, daß ein Rechtsgut in Gefahr ist und der Verteidigung bedarf. Es geht, wie ich schon gestern schrieb, nicht mehr um gewisse Einträge oder Inhalte, sondern um die digitale Versammlungsfreiheit als solche, die hier stattfinden kann.

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eher würde ich an ihrer Stelle ein Gegenangebot machen: einzelne beanstandete Passagen löschen sie und dokumentieren das in einer Antwort an die Staatsanwaltschaft.

Außerdem bieten sie an, im Konsens mit der Staatsanwaltschaft zu erarbeiten, welche Aussagen zukünftig gelöscht werden sollten. Sie bitten hierbei um genauere Aufklärung.

Zusätzlich sichern sie ständige Administration im Forum zu, mit dem Zusatz, daß sie das Forum temporär sperren, falls sie mal umständehalber nicht zeitnah administrieren können.

Oh nein, das sind Maßnahmen, die aller meiner Erfahrung nach zum Mißerfolg führen. Ich kenne das aus der Familienrechtspraxis: Jedes Entgegenkommen wird als Schwäche ausgelegt. Ich habe es sehr bereut, nicht von Anfang an auf Maximalforderungen bestanden zu haben. Natürlich gibt es Situationen, wo man mit Diplomatie am weitesten kommt. Aber es gibt auch das Gegenteil.

Wenn Sie den Beweis haben wollen: Lesen Sie nach (Suchfunktion) über die Vorgehensweise der Landesmedienanstalt. Ich habe ja anfangs Einträge gelöscht oder gekürzt. Aber zufrieden war der Gegner nie. Der Forderungskatalog wurde immer länger und absurder.

Nachdem hier fast ein Jahr Pause gewesen ist, hätte man ja erwarten können, daß diese Leute endlich Ruhe geben. Aber nein! Ausgerechnet jetzt, wo man mich anscheinend für moralisch erschlafft hält, kommt die Maximalforderung, und Details spielen schon keine Rolle mehr. - Nein, so geht es nicht.

Grüße!

trel

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